Die Billarder des PBC Magic 9 Triesen haben in ihrer ersten Saison in der zweithöchsten Liga in Österreich überzeugen können. Die Triesner klassierten sich in der 2. Bundesliga Nord-West nach 14 Runden auf dem glänzenden dritten Platz.
Billard. – Mit diesem Ergebnis haben die Triesner nicht unbedingt gerechnet, ist die 2. Bundesliga in Österreich doch gespickt mit erstklassigen Spielern. Doch wie so oft kann man im ersten Jahr nach einem Aufstieg die Euphorie mitnehmen. Dies war auch bei den Triesnern der Fall. Patrick Pomberger, Branko Kosic, Ralf Hinze, Adolf Hardegger und Teamcaptain Alessandro Banzer zeigten trotz eines schlechten Starts vor allem in der zweiten Saisonhälfte erstklassige Leistungen. In den letzten beiden Runden vom Wochenende gab es gegen Linz zwar eine 1:7-Klatsche, dafür besiegte man den PBC Kremstal mit 8:0. «Hätten wir Linz geschlagen, wäre sogar der zweite Platz möglich gewesen. Das Match war trotz des klaren Resultats sehr knapp, es fehlten in jedem Einzel nur wenige Punkte», so Alessandro Banzer, der nach einer langen Saison dem verschlafenen Start etwas nachtrauert. «Am Ende ist es schade, dass wir nur langsam in die Gänge kamen. Gegen die letzten drei Teams haben wir jeweils eine Begegnung verloren. Diese neun Punkte fehlen am Ende auf den ersten Platz, doch das wäre schon etwas vermessen gewesen, gleich in der ersten Saison aufzusteigen», so Banzer, der mit diesem dritten Platz mehr als nur zufrieden ist. «Wir haben bewiesen, dass es auch in Liechtenstein sehr gute Billarder gibt. Wir konnten gegen den Aufsteiger aus Rankweil und Linz jeweils ein Spiel gewinnen. Das zeigt, dass wir mit den Topteams mithalten können.»
An der Qualität gearbeitet
Im Vergleich zur letzten Saison habe man intensiver trainiert, ist das Niveau in der 2. Bundesliga wie erwähnt ungleich höher als in der 1. Landesliga in Vorarlberg. «Wir haben nicht unbedingt mehr trainiert, doch qualitativ hochwertiger. Billard spielen können alle, doch 90 Prozent spielt sich im Kopf ab. In diesem Bereich haben wir viel getan und das zahlte sich aus», so Banzer.
Um in der 2. Bundesliga mitzuspielen, ist nicht nur Können gefragt, auch der Zeitfaktor spielt eine Rolle. Die Auswärtspiele finden in Salzburg, Kärnten usw. statt, weshalb jeweils zwei Partien an einem Wochenende durchgeführt werden. Das gilt auch für die Heimspiele. «Wir müssen quer durch Österreich reisen, doch das macht uns nicht viel aus. Wir wollen uns mit den besten Spielern messen und diese sind eben weiter weg», nimmt Banzer die Reisestrapazen gerne in Kauf. Und hinsichtlich der neuen Saison: «Wenn Pomberger und Kosic wieder viele ihrer Partien gewinnen und Heinze und ich eine ähnliche Bilanz aufweisen, dann können wir ganz vorne landen. Das ist auch unser Ziel.»
Quelle: Vaterland.li, Piero Sprenger















